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Tumor und Hüft-Operation im Februar 2008
  
Der Fall:
Artrose Hüftgelenk rechts

Schon im Alter von 35, wurde bei mir Artrose im Hüftgelenk rechts diagnostiziert. Für eine OP war ich damals noch zu jung. Man rechnet mit 2 Folge-Operationen, durch Verschleiß der künstlichen Hüfte, nach jeweils ca.10 Jahren. Aber nur wenn alles gut geht. In meinem Fall wäre dann die 2. OP mit 55 J. gewesen und mit 65 J. wäre auch dieses Gelenk schon abgenutzt - und mit 65 Jahren ist man ja heutzutage noch nicht wirklich alt. Da muss scho no was geh, gell. Das hieß also für mich, noch mindestens 10 Jahre durchhalten.
 
- Aber wie -
hier ein paar ganz wichtige Tipps dazu.
 
 

 
Tai Chi ist eine gute Möglichkeit, die Heilung der Gelenke zu fördern und zu alter Beweglichkeit zurück zu finden.
 
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Der Krankheits-Verlauf:
Hinken ist der größte Fehler ! ! !

Ich habe damals aktiv Squash gespielt und hielt diesen Schmerz für den typischen Muskelkater, und habe erstmal regelmäßig weitergespielt. Jeder Sportler kennt das Gefühl, wenn man die Pobacken nicht ohne Schmerz zusammenzwicken kann. 2001 kam die Diagnose, Es war das Aus für all meine Aktivitäten, wie Tanzen, Skifahren und erstmal, auch Tai Chi. An springen oder gar laufen war nicht mehr zu denken. Warum ist Sport gerade in solchen Situationen sehr hilfreich ? - Wichtige Tipps zu dieser Frage. 
Ich konnte nicht mal mehr 5 Meter geradeaus gehen und habe angefangen stark zu hinken, weil der Schnmerz unerträglich wurde. Die Jahre 2002 und 2003 waren der Horror. Meine Übungen im Fitness-Studio habe ich deshalb sehr stark auf die Hüfte abgestimmt. Zu speziellen Übungen sind hier wichtige Tipps . Auch bei starken Schmerzen, habe ich an der vollen Beweglichkeit und dem Aufbau, vorallem der kleineren seitlichen Muskeln, gearbeitet. Das Hinken habe ich unter allen Umständen versucht zu vermeiden.
op-hfte-200802-gelenk-01-300Die Operation:
Der Tumor

 

Der Tumor konnte erfolgreich ausgeschabt werden. Das führte allerdings dazu, dass die Chirurgen den Oberschenkel auf einer Länge von ca. 15 cm öffnen mussten. Die Narbe wurde mit selbstauflösenden Faden kosmetisch geschlossen. Die kosmetische Naht verhindert, dass sich aussen keine Wülste bilden und nach innen, keine Verhärtungen an der Narbe.

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Die Operation:
komplettes Gelenk

Die OP dauerte ca. 5 Stunden und verlief nach Aussage der Chirurgen gut. Es wurde die Schale, sowie der Gelenk-Kopf implantiert und einzementiert. Dadurch konnte das künstliche Gelenk, schon vom ersten Tag an, voll belastet werden. Komplikationen gab es nicht und nach 10 Tagen konnte ich die Klinik "Rechts der Isar", verlassen.

 

 

 

 

op-hfte-200802-kraftdiagr-mr-01-300Der Heilungs-Prozess:
Alles reine Nervensache

 

Aus eigener Erfahrung möchte ich mehr auf den Schmerz-Verlauf eingehen, da die Reha-Maßnahmen rein auf die körperliche Verfassung abgestimmt sind. Die Nerven sind jedoch ein weit größeres Problem. Nerven sind nicht nur für die Schmerzen verantwortlich, sondern auch für die Aktivierung der Muskeln.


Ein ganz wichtiger Tipp

ist der Nerv weg, ist auch der Muskel weg.

Mein Ziel war

ohne Krücken

 

Oben sind meine Leistungs-Diagramme zu sehen. Sie zeigen, dass der Leistungs- und Kraftanstieg in den 6 Wochen des Reha-Aufenthalts sehr deutlich war. Schon nach 3 Wochen habe ich wieder mit meinem modernen Tai Chi begonnen und speziellen Dehnübungen für die Beine und die Hüfte. Unter allen Umständen, wollte die Klinik ohne Krücken verlassen.